Freude, Feuer, Spiel, Beziehung,…

…- das sind italienische Tänze, nicht so sehr komplizierte Schritte oder Schrittkombinationen. In tänzerische Beziehung zu den MittänzerInnen und zum Raum zu treten, ist meist wichtiger.

So unterschiedlich wie die Regionen Italiens, von Südtirol bis Sizilien, sind auch die Tänze dieser Gegenden. Aus den gebirgigen Abruzzen kommen deftige, aus dem Veneto gesellige, aus Apulien und Kalabrien schnelle und bacchantische, aus Sardinien archaische Tänze.

 

Und natürlich Tarantella. -

1608 erscheint der Name zum ersten Mal zu einem Musikstück. Woher? Tanz aus der Stadt Taranto? Tanz nach dem Biss der Tarantelspinne (Lycosa tarentula)? Die kommt schon vor in der Gegend um Tarent, zwischen Apulien und Kalabrien. Die Wirkung ihres Bisses ist dem eines Wespenstiches zu vergleichen.

Man höre und staune:Schon im antiken Rom wurde ein Dekret erlassen, demzufolge einem Ort in Kalabrien das Abhalten von orgiastischen Tanzfeiern verboten wurde. Ein Bild auf einer Vase aus dieser Zeit zeigt 2 Tänzerinnen in tarantella-typischer Körperhaltung.

- Goethe wiederum sah 4 Tarantella-Tänzerinnen, und zwar in Neapel.

- Und in Apulien tanzte man bis zum Ende des 20. Jhdts. Tarantella zu Heilzwecken. Pizzica heißt sie dort.

Bei italienischen Tänzen kommt es eher auf „Geselligkeit“, d.h. eine gute Gruppendynamik, als auf Schritttechnik an: darauf, das Gegenüber wahrzunehmen, und in Abstimmung mit den anderen TänzerInnen Plätze zu tauschen oder andere Raumformen auszuführen.

Noch mehr zu italienischen Tänzen  Ital. Taenze Artikel S.1.jpg und Ital. Taenze Artikel S.2.jpg

Referent:
Giorgio Zankl geb. 1950,. 4 Jahre aufgewachsen in Italien, dann in Deutschland. 1986 Abschluss als staatl. gepr. Gymnastiklehrer. Danach stetige Vertiefung des Bewegungsrepertoires in europäischen Folkloretänzen durch Kurse bei international anerkannten Referenten. Seit 1988 Reisen nach Italien, um die Tänze vor Ort zu lernen. Jahrzehntelange Referententätigkeit an Volkshochschulen und anderen Einrichtungen, seit 1991 Wochenend-/Fortbildungsworkshops und Tanzreisen in Deutschland, Österreich und Italien.
Ein Wochenend-Workshop mit 8 Stunden, verteilt auf einen Samstagnachmittag und einen Sonntagvormittag, kostet für die TeilnehmerInnen in der Regel 60 €. Für Veranstalter: Das Basishonorar für Giorgio Zankl als Referent eines Wochenendworkshops ist 500 € + Fahrt- und ggf. Übernachtungskosten.

Anfragen an:
E-Mail: tanz@giorgio-zankl.de