Bio – logisch!

Bio lernte ich 1982 kennen, damals noch als kbA (kontrolliert biologischer Anbau), als ich das erste Mal einen Naturkostladen in München-Schwabing betrat. Der gute Geschmack der Vollwertborte machte mich neugierig auf mehr. Und so führte mich mein Weg immer öfter in den Erdgarten, ich probierte Tofu und Tempeh, interessierte mich für Makrobiotik und Nettoproteinverwertung, begann zu kochen und zu backen und holte mir Tipps von Gabriele, der Naturkostküchenchefin des Erdgarten.  Die vielfältigen und phantasievollen Küchenkreationen aus Getreiden, Gemüsen und Hülsenfrüchten ließen mich bald leicht auf Fleisch verzichten. Aber nicht Vegetarismus oder Gesundheitsaspekte sind für mich das Überzeugendste an Bio, sondern dass hinter der Erzeugung von biologischen Lebensmitteln die Idee steht, Mittel zum Leben, zu einem guten Leben, und zwar für uns alle auf der Welt zu erzeugen. Das mag in Zeiten von EU-Bio-Normierung nicht mehr für alle Bio-Erzeuger gelten, aber zumindest gilt es für die meisten, die von den traditionellen Bio-Verbänden wie Demeter, Biokreis, Bioland, Naturland zertifiziert sind.

Und darum kaufe ich Bio auch nur im Notfall in einem der großen konventionellen Supermärkte ein, die vorwiegend profitorientiert agieren, sondern im Bioladen, hinter dessen Theke meist eine sachkundige und von der Sache überzeugte Person steht. Dass es da teurer ist als beim Discounter, liegt auf der Hand. Für ein nicht nur qualitativ, sondern auch ökologisch und sozial gutes Lebensmittel gebe ich gern mehr aus. Für die Leute, die sich zwar ein dickes Auto leisten, damit aber beim Discounter einkaufen fahren, habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. Zugegebenermaßen bin ich da als ehemaliger Ladner (Kapuziner Naturkost in Schäftlarn 2009-2010) extra sensibilisiert smiley

Safran-Risotto-Rezept (siehe Bild); weitere Lieblingsrezepte: Hirse-Blaukraut-Auflauf.pdf     Rote-Bete-Kuchen.jpg

Hier sind ein paar Bio-Produkte, die in meiner Küche nicht fehlen dürfen.